Normal sensibilisierte Menschen können in der heutigen Gesellschaft ein leichtes Leben führen, hingegen haben es die hochsensiblen um einiges schwerer. Oftmals werden sie belächelt, missverstanden, gar ausgegrenzt. Dabei können sie gar nichts gegen ihr Wesen tun. Hochsensible Menschen nehmen ihre Umwelt weitaus intensiver wahr als die anderen. So auch ihre fünf Sinne, die Stimmungen ihrer Mitmenschen sowie die sozialen Umstände um sie herum. Eine Reizüberflutung zwingt sie in die Ruhephase, was von außen als Rückzug wahrgenommen wird.

Folgende Eigenschaften sind laut den Experten typisch:

  • empfänglich für verschiedene Sichtweisen, bringen großes Verständnis dafür auf;
  • Verbesserung des Umfeldes, räumlich wie zwischenmenschlich;
  • stark harmoniebedürftig;
  • Tiefgründiges und weitblickendes Verhalten in Entscheidungssachen;
  • idealistische Herangehensweise in Zukunftsplänen;
  • Gerechtigkeitssinn;
  • ihre Arbeit verrichten sie gründlich, wobei Perfektion wichtig ist;
  • Kreativität und soziale Einstellung paaren sich oft und führen so zum entsprechenden Berufswunsch (dazu gleich mehr);
  • Neugierde und Offenheit;
  • Stress wird weitestgehend vermieden;
  • können nur schrittweise alles erledigen, in Ruhe, Multitasking fällt ihnen schwer;
  • scheu vor Konflikten;
  • viele Gedanken kreisen um das Umfeld herum;
  • leicht verletzbar;
  • unwohles, nervöses Verhalten in großen Gruppen;
  • großes Verlangen nach Ruhephasen.

Der Vorteil an hochsensiblen Menschen liegt darin, dass sie in kreativen Aufgabenbereichen aufblühen. Andere zieht es mehr in den sozialen Bereich und finden dort ihre berufliche Herausforderung. Doch dann gibt es auch noch Menschen, die beides besitzen und so erst spät zu ihrem eigentlichen Berufswunsch gelangen.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass hochsensible Menschen meist missverstanden werden und somit viele soziale Kontakte im Laufe ihres Lebens verlieren oder schwer aufbauen können. Es ist schwer, Nein zu sagen. Es ist eine Herausforderung, bei Lärm kreativ zu sein. Schwierig wird es, wenn Hochsensible mit Ellenbogentaktik und ernst zu nehmender Konkurrenz konfrontiert werden. Ebenso polemisch wirkt die kalte Front, in der sich jeder selbst der nächste ist und somit der Zusammenhalt fehlt. Bei all diesen Punkten geht ein Hochsensibler ein wie eine Primel. Fragt sich, wie da das wahre Glück ins Leben passt.
Hochsensible bleiben auf der Strecke.

Mittlerweile nimmt die Wissenschaft dieses Phänomen unter die Lupe. Erste Bücher klären auf, unzählige Artikel sorgen für schnelleres Wissen und Psychologen nehmen das Thema an, wie Dörthe Huth und die folgenden Lektüren: