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  • Rezension: Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt von Dora Heldt

    Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt. Ein Titel, der doch sofort Humorvolles verspricht - und sogar hält. Dora Heldt ist mein neuer Held in Sachen humorvolles Schreiben. Auch wenn viele nachdenkliche Züge eingeflochten wurden, bietet der Roman insgesamt eine sehr unterhaltsame Note und falls jemand Angst vor dem fünfzigsten Geburtstag haben sollte, dann ist diese Lektüre ein Muss. Danach liebt jeder sein Leben.

    Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt
    Dora Heldt

    Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
    Erste Ausgabe: 1. Oktober 2011
    Taschenbuch: 318 Seiten
    Preis: 14,99 Euro

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    Wie auch das Los des Lebens fällt,
    denkt denen, die uns heiter machen.
    Nichts ist gesünder auf der Welt,
    als ab und zu sich krank zu lachen.

    Oskar Blumenthal
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    Inhalt:

    50. Geburtstag und das soll Doris auch noch feiern. Am besten in einem spießigen Lokal mit der gesamten Sippschaft, inklusive Anhang. Hinzu kommen die Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen. Doris zieht die Flucht vor und lädt ihre zwei Freundinnen aus ihrer Schulzeit auf ein Wellness-Wochenende ein. Doch dort platzen so einige Geschichten aus der Vergangenheit mitten in den Verwöhnprogrammen.

    Meine Gedanken:

    Die mittlerweile verfilmte Geschichte habe ich schon sehr lange in meinem Regal zu stehen. Und nun kam endlich der Zeitpunkt, in dem ich den Roman nahm und las und nicht wieder aus der Hand legen konnte.
    Der Schreibstil der Dora Heldt ist absolut herzergreifend und amüsant zugleich. Sie versteht es, ihre Leser von der ersten Seite an sich zu binden und nebenher auch noch den Alltag völlig auszublenden.
    Da gibt es also eine Doris, die kurz vor ihrem fünfzigsten Geburtstag steht und obendrein backofengleiche Temperaturen ausstehen muss. Sie ist glücklich verheiratet, doch da herrschen trotzdem so einige Missverständnisse vor. Zum Beispiel wie sie ihren ehrenvollen Tag verbringen möchte.
    Ihre zwei Freundinnen aus der Schulzeit verbergen so einige Geheimnisse, die in einer sehr bewegenden, fesselnden Art ausgepackt werden. Und all die Alltagssorgen verpackt die Autorin noch mit humorvollen Szenen. Zu recht landet sie mit ihren Werken in den Bestsellerlisten. Dora Heldt ist mein neuer Held des Autorenhimmels.

    Sprache:

    Ihr humorvoller, leichter Sprachstil fasziniert mich sehr. Was ich wiederum bei der Verlagsarbeit nicht verstehe, warum Zahlen hier kaum als Wort erscheinen! Kleinere Rechtschreibfehler waren leider auch zu finden. Schade!

    Fazit:
    4,5 Sterne

    Am meisten habe ich mich amüsiert, als die Freundin Anke ihren Georg kennenlernte und ihr dabei ein Missgeschick nach dem anderen widerfährt. Dora Heldt wählt dabei so eine humorvolle Schriftsprache, dass ich stellenweise vor Lachen das Buch beiseite legen musste. Herrlich! Das hatte ich schon lange nicht mehr.
    Momentan lese ich gerade "Urlaub mit Papa". Ich kann euch jetzt schon sagen, auch hier komme ich vor Lachen nicht zum Weiterlesen. Klasse!
  • Rezension: Der Lavendelgarten von Lucinda Riley

    Der Lavendelgarten. Lange grinste mich der Roman an. Dabei wirkte das Cover mit seiner geschwungenen Treppe eines alten Herrenhauses und der Lavendel wie ein Magnet. Der Lavendelgarten - eine Geschichte aus zwei Zeitebenen, die viel Geheimnisvolles verbirgt. Doch anfangs fühlte sich der Zugang zu den einzelnen Figuren beschwerlich an. Die Protagonistin langweilte mich, doch der Schwung, die Spannung kam und ab dann konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Letzten Endes zog ich meinen Hut vor der Protagonistin.

    Der Lavendelgarten
    Lucinda Riley

    Verlag:Goldmann
    Seiten: 504
    Preis: 9,99 Euro

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    Wahre Liebe bahnt sich ihren Weg.

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    Inhalt:

    Adliges Blut, ein Herrenhaus in der lavendelduftenden Provence und eine schicksalumwobene Liebe.
    Emilie de la Martinières erkämpft sich jahrelang eine eigene Existenz jenseits ihrer aristokratischen Herkunft. Doch dann stirbt ihre luxuriöse, reservierte Mutter Valerie und somit lastet das Erbe auf ihren Schultern.
    So kehrt sie zurück zu ihren Wurzeln und verschafft sich erst einmal einen Überblick. Dabei spielt ihr das Schicksal eine Gedichtsammlung in die Hände, verfasst von ihrer Tante Sophia, deren Leben von einem düsteren Geheimnis umschattet war – einer tragischen Liebesgeschichte, die das Schicksal der de la Martinières für immer bestimmen sollte. Doch schließlich erkennt Emilie, dass es noch nicht zu spät ist, die Tür zu einer anderen Zukunft aufzustoßen …

    Meine Gedanken:

    Anfangs tat ich mich schwer, mich mit den einzelnen Figuren anzufreunden. Doch als der Engländer auf die Bildfläche trat, spürte ich die knisternde, aber auch fragwürdige Stimmung in dem Buch. Immer mehr Puzzleteile entwickelten sich zu spannenden Elementen, sodass ich den Roman gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Da erbt Emilie nun das Chateau ihrer Eltern, in dem sie aufgewachsen ist und sich trotzdem irgendwie fremd darin fühlt. Schließlich baut sie sich in Paris bereits ein neues Leben auf als Tierärztin.
    Sie tut sich schwer mit dem alten Kasten. Doch dann tritt Sebastian in ihr Leben. Sie handelt sehr naiv und ich musste mich wirklich sehr wundern, da sie Veterinärmedizinierin ist, habe ich in Bezug auf menschliche Beziehungen mehr Reife erwartet. Aber gut, sie zieht ohnehin die Beziehung zu Tieren bisher eher vor.
    Von ihrem alten Leben erfährt man als Leser wenig, was auch gar nicht so schlimm ist, denn was sie seit dem Tod ihrer Mutter alles in Erfahrung bringt, füllt den Roman auf bewegende Weise aus. Am meisten fesselte mich die zweite Zeitebene aus den Kriegsjahren. Darin wählte die Autorin Zwillinge, die verschiedener nicht sein konnten. Der Eine schwer überzeugt von Hitlers Machenschaften und der Andere das ganze Gegenteil: überzeugter Christ, tapfer und entschlossen in seinen Entscheidungen. Er rettet vielen Menschen das Leben und riskiert sein eigenes. Eine sehr interessante Figur. Imponierend inszeniert beeindruckte mich die Textstelle, als die Autorin den brutalen der beiden Brüder von einer Frau erschießen lässt, die von ihm brutal missbraucht worden ist.

    Genau diese Frau erzieht viele Jahre nach dem Krieg ihre zwei Enkelkinder, die ebenso sehr unterschiedlich agieren und denken. Der Jüngere versucht immer wieder Frieden zwischen ihm und seinem Bruder herzustellen. Nur dumm, dass alle dem Älteren glauben. Irgendwann flieht er nach Frankreich, griff zu Drogen, um alles zu vergessen, denn er scheint ja ohnehin nichts zu taugen. Was er anfässt, läuft schief. Erfolglos taumelt er durchs Leben.
    Der Griff zu den vielen Figuren und dem Hintergrundwissen zeigt mir als Leser, dass die Autorin Zeit für ihren Roman hatte. Sie konnte in Ruhe recherchieren, einen ersten Entwurf verfassen, um dann an dem eigentlichen Werk zu arbeiten. Ihre Kulisse stand sofort fest, als sie ein altes Chateau in der Provence entdeckte.

    Sprache
    :
    In der Mitte des Buches kleben bei mir so einige Post-Sticks. Darin sind mir einige Dinge aufgefallen, die sicherlich beim Übersetzen entstanden sind. So fragte ich mich, warum ein Schwager in der heutigen Zeit seine Schwägerin siezt?
    Der Vater der Emilie starb, als sie noch ein Kind war. Plötzlich muss ich lesen, dass sie als Kind mit ihren Eltern schon Wein getrunken hat? Kann ich mir kaum vorstellen. Zitat hierzu: "Die Aussicht, wieder den samtweichen Rhòne-Wein zu schmecken, den sie so oft mit ihren Eltern getrunken hatte, ..."
    Ein letztes Zitat aus Seite 224: "Und vom Mittelalter bis ind ie viktorianische Zeit haben die Menschen morgens eher ein auf Hopfen oder Trauben basierendes alkoholisches Getränk zu sich genommen als wie heute Kaffee." Also das zu lesen tut schon weh, dies zu hören tut weh, aber jetzt schreiben zu müssen, verkrampfte gar meine Finger. Warum sieht das keiner?
    Dann ist das gesamte literarische Werk wirklich in einem fabelhaften Stil geschrieben, leicht zu lesen, man kann sich wirklich fallen lassen. Doch dann schleicht sich plötzlich Umgangssprache ein, und das leider nicht nur einmal: "drinnen". Dafür benutzt man "innen".
    Fehler passieren und ich war froh, dass es nur bei den Kleinigkeiten blieb.

    Fazit
    :
    4,5 Sterne
    Dieser Roman hallt noch eine Woche später in mir nach. Es stimmte mich nachdenklich und konnte mich insgesamt sehr beeindrucken. Ich muss zugeben, dass das Buch es sogar geschafft hatte, meine Neugierde zur Provence zu wecken. Eine sehr bewegende Geschichte.
  • Liebster Award

    Nun habe ich endlich Zeit gefunden, mich für die Auszeichnung "Liebster Award" zu bedanken, den ich für mein Blog erhalten habe. Auserkoren hat mich meine geschätzte Schreiberkollegin Andrea Fettweis, die unwahrscheinlich gern zeichnet, sich Geschichten ausdenkt, ratgebende Artikel verfasst und wenn dann noch Zeit bleibt, auch gern fotografiert. Danke Andrea, dass du dabei an mich gedacht hast! :)
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    Nun zu den Fragen über meine Person:

    1. Stadt oder Land - wo wohnst Du am liebsten?

    Stadt und Land bieten mir gewisse Reize, sodass ich mich gar nicht entscheiden möchte. In der Stadt pulsiert das Leben. Bus und Bahn sind bestens organisiert. Das kulturelle Angebot erfüllt hier meine Wünsche.
    Auf dem Land hingegen begegne ich die Ruhe, die ich ebenso benötige wie das Schreiben und das Lesen. Meine Leidenschaft kann ich hier am besten ausführen, da die äußerlichen Reize eher übersichtlich ausfallen.

    2. Dein Traumjob ist...?

    Mit Schreiben, Lesen und Lehren mein Leben bestreiten, und so ist es auch.

    3. Wie entspannst Du Dich am besten?

    Natürlich am besten mit einem warmen Getränk, einer gemütlichen Atmosphäre und einem Buch in der Hand. Oder ich schalte einen humorvollen, unterhaltsamen Film an und genieße den freien Moment.

    4. Worüber würdest Du gern ein Buch schreiben?

    Tja, da gibt es so Ideen, die mich seit einigen Jahren nicht loslassen. Allerdings ist noch nicht der richtige Zeitpunkt dafür gekommen, um sie endlich umzusetzen. Aber dafür habe ich schon ganz andere Lektüren von mir auf dem Buchmarkt. Aufgelistet seht ihr diese rechts unter den Titeln: "Bücher aus dem Fant Verlag" sowie "Übungsblätter für Deutsch". Hinzu kommt in diesem Jahr - hoffe ich endlich - mein Kommabuch. wegen diesem und einem anderen Projekt habe ich momentan zu wenig Zeit zum Bloggen.

    5. Schreibblockade - was tust Du dagegen?

    Schreibblockade - oh, das ist ein leidiges Thema. Ich lenke mich in der Regel ab, mach einfach ganz was anderes und setze mich dann erneut heran. Stehe ich unter Zeitdruck, dann lese ich, was ich sonst schon alles zu dem Thema herausbekommen habe, ordne es und lege dann los. Letztens überfiel mich die Blockade in meinem Kommabuch. Da druckte ich den gesamten Kapitel aus, analysierte aufs Neue den Inhalt und danach sprudelten die Ideen von ganz allein. Ich bin jetzt schon total stolz auf mein Werk, weil ich während der Entstehungsphase bereits alle fertigen Arbeitsblätter einsetze und dabei von meinen Schülern nette Kommentare einheimse.

    6. Wann bist Du am kreativsten?

    Komischerweise in der Mittagszeit - ich muss erst alles erledigt haben, was an dem Tag wichtig ist und dann kann ich wirklich loslegen.

    7. Wie bist Du zum Bloggen gekommen?

    Mich fesselte die Neugierde an das Bloggen. Etwas Neues ausprobieren und schauen, was daraus wird.

    8. Wie viele Blogs verfolgst Du regelmäßig?

    Der Alltag erlaubt es mir nicht immer, regelmäßig bei anderen vorbeizuschauen. Unter der Woche können es so zwei bis drei Blogs sein.

    9. Was würdest Du niemals in einem Blog schreiben?

    Einfach Dinge, die nur mich etwas angehen.

    10. Deine Lieblingsthemen im Blog?

    Das Rezensieren anderer Bücher liebe ich und am liebsten möchte ich dann auch nur Gutes schreiben, was allerdings nicht immer möglich ist. Ich philosophiere auch super gern über das Sambatrommeln. Wochenende hatten wir gerade wieder einen Auftritt und der war so unwahrscheinlich klasse, mitten eines Ensembles zu stehen, mittendrin mitwirken zu dürfen, das geht jedes Mal runter wie Öl. Doch ich hatte keine Zeit, darüber zu bloggen. Schade, aber das wahre Leben geht nun mal vor.
    11. Welches ist Dein liebstes Hobby?
    Schreiben, lesen, trommeln im besten Samba-Verein dieser Gegend, Yoga, walken, mein Garten, meine Kräuter, kochen, backen, shoppen, Kulturelles erleben, reisen - äh, wie war das noch? Liebstes Hobby? Das hab ich in dem Sinne nicht, denn wenn ich gerade Lust auf meinen Garten habe, dann steht das an erster Stelle und wenn ich walken möchte, dann ist diese Tätigkeit gerade mein liebstes Hobby.

    Ich nominiere für den "Liebster Award":

    Ruth Weitz - die rasende Reporterin
    Dörthe Huth - die ratgebende Psychologin
    Helmi Schäfer - Blogger mit interessantem Unterhaltungswert (hatte leider schon teilgenommen)
    Marion Trost - die fantasiereiche Autorin
    Karin Mayer - die Münchner Astrologin
    Annette Paul - die Schmökerratten-Bloggerin

    Und hier folgen nun meine Fragen an die Nominierten:

    1. Wo würdest du am liebsten leben?
    2. Wie kamst du auf die Idee für Deinen Blog?
    3. Worüber schreibst du in deinem Blog am liebsten?
    4. Was nervt dich an der heutigen Gesellschaft?
    5. Wie entspannst du dich am liebsten?
    6. Was ist dein größter Traum?
    7. Wann bist du am kreativsten?
    8. Was machst Du in deiner Freizeit am liebsten?
    9. Wer ist dein Lieblingsautor?
    10. Was ist dein Lieblingsbuch?
    11. Was isst du am liebsten?

    So gebt Ihr den "Liebster Award" weiter:

    1. Verlinkt die Person, die Euch nominiert hat? In diesem Fall: Sarianas World

    2. Beantwortet meine elf Fragen.

    3. Wählt Blogs aus, die weniger als 200 Follower haben und nominiert diese.

    4. Teilt den Bloggern mit, dass Ihr sie nominiert habt.

    5. Denkt euch elf Fragen aus, die Ihr den Blogs stellt, die Ihr nominiert habt.

    Weiterhin sonnigen Bloggerspaß!

  • Rezension: Yoga everyday mit Ursula Karven

    Jeden Tag 15 Minuten Yoga - das sprach mich an. Eine Viertelstunde am Morgen, am Abend oder doch mittags kann täglich umgesetzt werden.
    Yoga everyday ist eine DVD, die sich wirklich jeden Tag mit anderen Sequenzen auseinandersetzt, und das für sieben Tage die Woche. Neben der DVD liegt auch ein kleines Heftchen bei mit Tipps, Tricks und wundervollen Lebensweisheiten.
    Yoga everyday - ein Muss für jeden Yoga-Anfänger und Yoga-Fan.


    "Yoga everyday"
    Ursula Karven

    Sprache: Deutsch
    Studio: DVD
    Spieldauer gesamt: 210 Minuten
    Preis: 16,99 Euro

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    "Miss deinen Erfolg daran,
    was du für ihn aufgeben musstest."

    Dalai Lama
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    Synopsis:

    Ursula Karven - erfolgreiche Schauspielerin und Yoga-Botschafterin - entwickelte für die heutige so hektische Zeit eine DVD, die nur 15 Minuten des Tages stehlen. Dabei setzte sie sich mit sieben verschiedenen Bereichen auseinander, die den Körper dehnen und kräftigen. Rücken, Nacken, Bauch, Beine, Po sowie die Muskulatur werden angesprochen und ermöglichen auf weiter Flur einen Weg der Gewichtsreduzierung. Mit diesen effektiven Übungen wird dem Anwender ein Weg zur inneren sowie äußeren Balance geebnet, aber auch Schwung ins alltägliche Dasein gebracht.

    Inhalt:
    01 Herzöffnende Haltungen
    02 Drehhaltungen
    03 Balancehaltungen
    04 Umkehrhaltungen
    05 Vorbeugen
    06 Hüftöffnende Haltungen
    07 Regenerative Haltungen

    Meine Gedanken:

    Von Ursula Karven hatte ich vor mehr als zehn Jahren bereits das "Power-Yoga"-Video. In der Zeit, als ich intensiv diese Sportart in den Tag integrieren konnte, hatte ich keine Kopf- und Nackenschmerzen, fühlte mich fit und hatte meine Figur weitaus besser im Griff. Der Alltag änderte sich und irgendwann passte die Yoga-Stunde nicht mehr hinein. Der Schweinehund tackerte mich an die Couch und so sank der Wille zu Homefitness immer mehr.
    Als ich ihre 15-Minuten-DVD entdeckte, griff ich sofort zu und band es fortan wieder in meinen Alltag ein. Es klappt nicht jeden Tag, dennoch bleibe ich am Ball.
    Der Anwender kann vor der Programmwahl die Musik sowie die Ansage ausschalten, was ich selbst allerdings nie tun würde. Die Klänge nebenher wirken auf mich beruhigend. Sie gehören dazu wie das Salz zum Meer. Die Übungen selbst sind einfach nachvollziehbar. Allein durch ihre verständlichen Anweisungen muss man nicht permanent zum Bildschirm schauen, sondern auch einfach dem Gesagten folgen.
    In dem kleinen Heftchen werden alle sieben Sequenzen vorgestellt, die Hilfsmittel aufgelistet und genau erklärt, was heute ansteht. Ist die Anspannung besonders stark, wird der Perspektivwechsel aus Tag vier interessant sein. Soll die Balance in den Fokus rücken, wird der dritte Tag helfen.

    "Was wirklich zählt, ist Intuition", sagte einst Albert Einstein. Diese Weisheit platzierte Ursula Karven in die Mitte der kleinen Beilage. Dazu muss man in sich hineinhören, den Alltag und seine Sorgen loslassen, mit Yoga entspannen und nebenher seinen Körper fit halten.

    Probiert es aus! Vielleicht habt ihr sogar mehr Zeit, dann holt euch die Power-Yoga-DVD, die wirklich großartig ist:

    In diesem Sinne,

    Namaste (so Ursula Karven)

  • Ruhe in Frieden

    Du standest mitten im Leben. Man kann behaupten, du hast die Blüte des Lebens erreicht. Mit 39 steckte dein Kopf voller Pläne, warst hilfsbereit für Jedermann, hast das Leben in vollen Zügen genossen - da liebt man das Leben. Genießt den einzelnen Moment. Genießt die Momente mit den Kindern. Genießt die Momente des Daseins. Genießt die Momente mit Freunden. Genießt das Trommeln - so wie du.
    Warum du?
    Warum jetzt?
    Eine Woche zog nun bereits ins Land. Eine Woche weilst du schon nicht mehr unter uns. Deine letzten Stunden hattest du deinem Hobby gewidmet, dem Caixa-Spielen. Dabei fielen dir die schnellen Lieder schwer und hattest um langsamere Grooves gebeten. Du hattest Angst, dass du sonst mit deinem Schlägel die Surdo-Spieler erschlägst, weil deine Kraft bereits nachließ. Niemand hätte gedacht, dass das die Zeichen für eine schwere Krankheit waren. 

    Kerze Kopie

    Ich selbst konnte dich in deinen letzten Stunden das erste Mal richtig kennenlernen. Zusammen mit Evi scherzten, lachten, plauderten wir über das Leben. Dabei wuchsen die Sympathiepunkte und ich dachte noch: "Schön, dass ich sie nun endlich kennenlernen konnte!" Wenn man bedenkt, dass wir zirka 35 Samba-Spieler sind, uns nur zum Proben und an den Auftritten sehen, ist es kaum zu verdenken, dass es eine Weile dauert, bis alle Namen sitzen, zumal das Instrument-Lernen Vorrang hat.

    Evi und ich waren also deine letzten Gesprächspartner. Es sollte wohl genauso sein. Zum einen freue ich mich, dich wenigstens kennengelernt zu haben, zum anderen fühle ich mich bei dem Gedanken gar nicht wohl, die letzte Gesprächspartnerin gewesen zu sein. Du bist nach Hause gefahren, hast dich schlafen gelegt und bist nie wieder aufgewacht. Lungenembolie. Dein Sohn hat dich gefunden, doch jede Hilfe kam bereits zu spät. Ich hoffe, dass deine beiden Kinder diesen Moment irgendwann verarbeiten können!

    Wir werden dich nie wieder an der Caixa sehen. Nur die Bilder erinnern uns an dich. Ruhe in Frieden!

  • Rezension: Freiheit für Anfängerinnen von D.O.Bachmann

    Freiheit für Anfängerinnen - ein Roman über zwei betrogene Frauen, die auf dem Weg in die Vergangenheit sind. Die 137 Seiten sind gefüllt mit Klischees und wenig Charme.

    Daniel Oliver Bachmann
    Verlag: dotbooks
    Seiten: 137
    E-Book: 4,99 Euro

    Klappentext:

    Man sagt es nicht gerne, aber Theo war ein Schwein. Nicht nur, dass er den fünfzigsten Geburtstag seiner Ehefrau durch einen plötzlichen Herzinfarkt ruiniert hat – kaum ist er unter der Erde, stehen die Schuldner bei Martha Schlange. Wofür brauchte der auf den ersten Blick so biedere Weinhändler all die Kredite? Wie sich herausstellt, hat Theo seine Ausflüge nach Italien nicht nur genutzt, um edle Tropfen einzukaufen, sondern auch, um diverse Geliebte zu beglücken. 35, um genau zu sein. Und Kinder haben die meisten auch. Das wäre nun der passende Moment für einen kleinen Nervenzusammenbruch, doch Martha beschließt sich spontan, jenseits der Alpen nach dem Rechten zu sehen. Doch das hat ungeahnte Folgen …

    Meine Gedanken:

    Nach dem Klappentext war ich hellauf begeistert und freute mich auf diese Geschichte. Ich erwartete einen spritzigen, humorvollen Roman mit einer leichten süßen Brise Bosheit. Inmitten der Weinberge von Italien - einer traumhaften Kulisse - stellte ich mir schon zwei Frauen vor, die ihr Dasein neu erobern. Stattdessen erhalte ich unsympathische, hysterische Figuren, die mich leider total gelangweilt haben. 

    Manche Ansätze fangen spannend an, doch verlieren sie sich schnell wieder durch immense Wiederholungen. Wiederholungen können zwar auch Spannungen erzeugen, jedoch in einem gesunden Maß. Hier bläht es sich teilweise eine E-Book-Seite lang auf, sodass das Lesen wenig Freude hervorruft. Als Leser erhält man das Gefühl, dass der Autor mal eben schnell einen neuen Roman für Frauen schaffen soll, dessen Tiefgang an der Spatenspitze bereits endet.

    Hinzu kommen stilistische Fehler wie Umgangssprache. Zahlen stehen als Zahl, obwohl sie in der Literatur als Worte angewandt werden sollen. Selbst falsche Pronomen platzierten sich bereits im ersten Drittel des Buches.

    Die Charaktere schweben bei mir im Nachhall immer noch wenig unterhaltsam, langweilig und sogar die Entwicklung der beiden Frauen blieb kaum spürbar. Die Geschichte enttäuschte mich arg, denn der Autor schreibt sonst auch für das Fernsehen, gewann bereits Literaturpreise und hat die Möglichkeit, in einer Hütte des Schwarzwaldes kreativ zu arbeiten, in einer traumhaften Landschaft wohlgemerkt. Bei diesen Voraussetzungen darf man doch einen Roman mit Tiefgang der Extraklasse erwarten. Aber anscheinend stand er unter Zeitdruck.

    Über den Autor:

    Der 1965 in Schramberg geborene Daniel Oliver Bachmann bummelt gern durch die Welt und schreibt darüber. Als Autor zahlreicher Romane, Kurzgeschichten, Erzählungen, Reiseberichte und Drehbücher reist er quer durch Afrika, Amerika oder Europa. Gern verfasst er seine Werke in einer einsamen Hütte im Schwarzwald. Zahlreiche Ehrungen, wie den Münchner-Kurzgeschichten-Literaturpreis, den Georg-Sand-Literaturpreis und den Literaturpreis der Akademie Ländlicher Raum, kann er bereits für sich verbuchen.
    Sterne: **
    Noch nie habe ich nur zwei Sterne verteilen müssen. Es tut mir sogar sehr leid, doch alles andere wäre geheuchelt. Ich habe schon viele Manuskripte von Beruswegen gelesen, doch die meisten davon waren im unkorrigierten (!) Zustand lesenswerter.

    Den Roman "Freiheit für Anfängerinnen" erhielt ich als E-Book von Blogg dein Buch und dotbooks.
  • Rezension: Kates Geheimnis von Brenda Joyce

    Kates Geheimnis - zwei zeitliche Ebenen, vier Teile, eine geheimnisumwobene Vergangenheit, umhüllt mit einem gelungenen Überraschungseffekt. Die erfolgreiche Schriftstellerin Brenda Joyce schafft eine Protagonistin, die sich sofort in das Herz des Lesers beamt, dessen Leben auf nervenkitzelnder Weise verfolgt wird. Zudem lässt sie die Jill Gallagher wie von Geisterhand tragen, um den Weg zur Wahrheit zu entschlüsseln, wobei sie sich sogar selbst in Gefahr bringt.

    Kates Geheimnis

    Kates Geheimnis
    Brenda Joyce

    Verlag: Weltbild
    Seiten: 418
    E-Book: 4,99 € (bei Weltbild)

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    Liebe kann man nicht erzwingen.

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    Inhalt:

    Die Broadway-Tänzerin Jill Gallagher macht mit ihrem Verlobten Hal Sheldon einen Wochenendusflug, außerhalb New Yorks. Ihr Zukünftiger gehört zur oberen Liga des Lebens als Sohn eines englischen Lords, in den Jill unsterblich verliebt ist. Doch auf der Fahrt kommt es zu einem Disput, wobei sie die Kontrolle über ihren Wagen verliert und gegen einen Baum fährt. Hal stirbt in ihren Armen und seine letzten Worte lauten: "Ich liebe dich ... Kate." Jill fragt sich zurecht, wer Kate ist?

    Meine Gedanken:

    Kates Geheimnis - allein der Titel verspricht mir Hochspannung, und das wurde mir auch geboten. Von der ersten bis zur letzten Zeile klebte ich an der Geschichte, an dem Schicksal der Protagonisten. Naturwissenschaftlich unerklärliche Dinge schleichen sich hinein und ziehen mich noch mehr ins Geschehen hinein.
    Sprache:
    Das Buch ist einzigartig spannend. Im leichten Stil schwebt man als Leser geradezu von einer Seite zur nächsten. Es zog mich von der ersten Seite an in seinen Bann. Die Spannung hielt sich gar bis zum Schluss. Doch ließ leider die Qualität der Sprache nach. Es tauchten einige s-Laut-Probleme auf. Auch Kommas waren nicht immer am rechten Fleck. Umgangssprache wie "drinnen" oder "da drin" schlich sich außerhalb der wörtlichen Rede ein. Selbst eine Verwechslung der Körperteile habe ich entdecken müssen, statt "Wangenknochen" steht "Backenknochen". Ich spürte den Zeitdruck, dem der Übersetzer beziehungsweise das Endlektorat ausgeliefert sein musste.
    Sind dreiviertel des Romans makellos, so tauchen hin und wieder im letzten Bereich kleinere Fauxpas auf. Nichtsdestotrotz endet es inhaltlich doch mit einem überraschenden Effekt. Rezensierende, die an dieser Stelle behaupten, dass das Ende vorauszusehen sei, der soll sich einfach glücklich schätzen, denselben Gedankengang der Autorin gefolgt zu sein. Die Geschichte ansich hat fünf golden leuchtende Sterne verdient. Winzige Details bleiben am Ende unaufgeklärt, das somit auf der Fantasie des Lesers ruht.

    Fazit:

    4 Sterne

    Wären die Fehler im letzten Drittel nicht aufgetaucht, hätte dieser Roman fünf glänzende Sterne erhalten. Fehler sind menschlich und zeigen jedem Leser, dass noch Menschen am Werk sind und keine Digitalisierung in diesem Bereich möglich ist. Das beruhigt jedem Bücherfreund. Schade ist ebenso, dass diese Geschichte nur als E-Book erhältlich ist, für mich allerdings neue Möglichkeiten als Rezensentin eröffnete. Ich kann meine Gedanken, die mich währenddessen bewegen, sofort in den Computer eingeben, was ich beim Printwerk nie tun würde. Da bleibt es nach wie vor bei meiner Zettelwirtschaft.
    Der Roman ist der Schriftstellerin Brenda Joyce absolut gelungen. Im leichten Stil verführt sie die Leser in die adlige Welt, in die eine Broadway-Tänzerin Hintergründiges erforscht. Die Protagonistin beamt sich sofort in die Herzen der Romanliebhaber und bietet eine fesselnde Reise in das Reich der Familiengeheimnisse. Nervenkitzel pur!

  • Wunschmond am 15. Februar 2014 - Vollmond im Löwen

    Vollmond im Löwen. Ein starkes Tier in der Wildnis, der gekrönte König des Dschungels. Das Jagdverhalten dieses Raubtieres hält sich allerdings bedeckt, da ihn das Licht in der Nacht verrät. So legt er eine Ruhepause ein und hungert. All die anderen Tiere, die sonst immer in Gefahr leben, können nun aufatmen, die sonnige Seite des Lebens genießen. Und so ist es nun auch in dieser Wunschmondperiode.

    Im Vordergrund stehen die Lebensenergie, Mut, Ausstrahlungskraft und Selbststärkung. Sonnig strahlende Daseinseuphorie erhellt unsere Herzen, bekämpft somit voller Elan die Selbstzweifel und Ängste. Großzügigkeit und Wohlwollen nistet sich ein und verleiht uns Kraft, Mut und Tatendrang. So sollte das Wünschen auch sein. Mit positiven Gedanken geladen, all seine Herzensangelegenheiten aufzuschreiben und die Erfüllung tief in sich zu verinnerlichen. Selbst während des Verbrennens sollten die gesetzten Zielvorstellungen visualisiert werden.

    Denkt auch daran, wenn sich der Wunsch nicht erfüllen sollte, dass dieser vielleicht eine längere Phase benötigt oder dass dieser Wunsch euch von euren eigentlichen Lebensaufgaben abbringt und somit leider unerfüllt bleibt. Wichtig ist eigentlich immer, dass ihr positiv bleibt, negative Gedanken verbannt, denn die nisten sich zumeist mit Leichtigkeit ein. Glaubt an euch und eurem Weg!

    Wer mehr über den Vollmond im Löwen wissen möchte, sollte diesen Link nutzen: Feenstadl.

    Ich drück euch wie immer die Daumen!

  • Rezension: Meine schnelle Küche für jeden Tag von Cornelia Poletto

    Sternekochtipps für daheim - das Wissen sauge ich gern auf wie einen Schwamm. Ob Cornelia Poletto, Steffen Henssler, Christian Rach oder Frank Rosin - jeder trägt seinen eigenen Stil und von jedem kann man immer wieder etwas hinzulernen. Gerade wenn es um Selbstgemachtes geht ohne Fertig-Tüten und Co.Cornelia Poletto schwört sogar auf das Einkaufen kurz vor der Zubereitung, da ein Wocheneinkauf immer dafür sorgt, dass man Dinge holt, die bei längerer Lagerung noch mehr an Nahrungsstoffen sowie Geschmack verlieren können. Ihr Buch ist gefüllt mit leicht nachvollziehbaren Rezeptanweisungen, vielen Tipps, Gedankenanstößen, die für jedes Alter von Nutzen ist.


    Meine schnelle Küche für jeden Tag
    Polettos Kochschule

    Autor: Cornelia Poletto
    Verlag: ZS Verlag Zabert Sandmann GmbH
    Seiten: 184

    E-Book: 14,99 €
    Print: 55,00 €

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    Eine gute Küche ist das  Fundament allen Glücks.

    Auguste Escoffier (1846-1935)

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    Inhalt:

    Cornelia Poletto beginnt mit einer sehr informationsreichen Warenkunde. Sie verteilt darin nützliche Tipps, die sicherlich bei vielen Lesern alte Denkansätze zum Wanken bringen. So sollte man beispielsweise lieber zum Schlachter oder Bauernlädchen direkt vor der Zubereitung des Essens gehen, da dort die Gefahr der Reizüberflutung weitaus geringer ist als im Supermarkt. Mit genauen Vorstellungen der nötigen Zutaten kann ein planvoller Einkauf gelingen - ohne abschweifende "Extrawünsche". Zudem wird man dort bestens beraten, erhält obendrein noch Zubereitungstipps.
    Auch berät sie in Sachen Lebensmittellagerung, welche Grundnahrungsmittel immer im Haus sein sollten, selbst auf die wichtigsten Küchengeräte geht sie ein und auf das dekorative Anrichten der Speisen.
    Der Leser findet in diesem bilderreichen E-Book Rezepte zur Vorspeise, zu Vegetarischem, zu Fischen sowie Meeresfrüchten, zu Fleisch und selbstverständlich zum Abrunden eines perfekten Menüs Desserts und Drinks. Am Ende kann in dem Register nach bestimmten Gerichten in alphabetischer Reihenfolge gesucht werden. Vorweg wird erklärt, dass der Anwender die gewünschte Speise kopieren und in die Suchmaske einfügen soll. Funktioniert schneller als das Blättern im Buch.

    Kochbuch als E-Book:

    Es ist mein erstes Kochbuch, das ich als E-Book erworben habe, und das umsonst, dank dem Sony Reader Store, dessen Homepage ich einmal unter die Lupe nehmen durfte. Für mich ist es noch ungewohnt, allerdings stachen sich schnell ein paar Vorteile heraus. Ich benötige keine Buchstütze, die Seite bleibt solange offen, wie ich sie benötige und wenn ich ausversehen das Programm schließe, bin ich beim Öffnen sofort wieder bei dem Buch und bei dem Rezept, dank des automatisch funktionierendem Lesezeichens. Und irgendwie war ich es bereits gewohnt, meine Rezepte am Laptop abzulesen, da ich zwischenzeitlich auch aus dem Internet Diverses ausprobiere.
    Trotz allem verspüre ich immer noch die Vorliebe zum gedruckten Buch. Darin zu blättern, den Duft der Seiten einzuatmen und die vielen bunten Fotos und Arrangements zu bewundern - herrlich. Und so ging und geht es mir auch mit diesem Buch. Doch 55 Euro ist dieses Buch nicht Wert. Ich denke, die Schmerzgrenze sollte für sämtliche Ratgeber bei zwanzig enden.

    Meine Gedanken zum Inhalt:

    In manchen Rezensionen las ich, dass Cornelia Poletto Zutaten auflistet, die man nicht so einfach im Supermarkt bekommen würde. Ich selbst habe kein Rezept entdeckt, in denen ich irgendeine Zutat nicht bekommen würde. Vielleicht sind die Zitronenverbene, der Koriander oder die Pinienkerne damit gemeint. Kräuter können im Garten oder in Töpfen wachsen, schließlich appelliert sie mit Saisonalem. Pinienkerne kaufe ich immer, wenn sie im Angebot sind.
    Zudem wurde von anderen Lesern die Dauer der Zubereitung angesprochen. Der Titel lautet "Meine schnelle Küche für jeden Tag". Ich habe selbstverständlich noch lange nicht alles ausprobiert und getestet. Doch all die Rezepte, die ich im Alltag erprobt habe, benötigen im Schnitt eine halbe bis ganze Stunde. Was natürlich viel Zeit in Anspruch nehmen wird, ist das Schälen des Spargels. Die ungeübte Hand ist da weitaus langsamer.
    Es sind Gerichte dabei, die vielleicht auch einfach einen Abend zuvor vorbereitet werden müssten, wie zum Beispiel die Suppen. Man kommt heim, macht sich das Essen warm und so hat man dann seine schnelle Küche im Alltag. Regnerische, stürmische Tage könnten auch für den Hühnerfond genutzt werden. Eingefroren oder in Gläsern aufbewahrt, halten sie mehrere Monate, stehen somit auch gleich griffbereit und ersetzen den Brühwürfel.

    Fazit:

    4 Sterne

    Das Buch enthält leicht nachvollziehbare Rezeptanweisungen, ist übersichtlich, informativ, ratgebend, allerdings sind nicht alle Gerichte schnell zuzubereiten. Der Titel passt deswegen nicht wirklich zum Inhalt. Trotz dieses Makels empfehle ich das Buch gern weiter, da es eine Bereicherung für jeden Hobbykoch bietet. Unter jedem Rezept stehen hilfreiche Tipps, auch mit Fotos wurde nicht gespart. Einzelne Schritte für die Zubereitung einiger Speisen ermöglichen den simplen Zugang zur Küche und erwecken den Spaß an der Sache. Mit Cornelia Polettos Buch kann man seine kleine heimische Sterneküche verwirklichen und den Gaumen seiner Familie verwöhnen. Und so soll es sein.

    Einiges Wissenswertes zu Cornelia Poletto:

    Die Hamburgerin Cornelia Poletto ist am 9. August 1971 geboren. Sie erlernte das Kochen bei Deutschlands erfolgreichstem Spitzenkoch Heinz Winkler. Die italienische Raffinesse erhielt sie von Anna Sgroi, in dessen Sterne-Restaurant "Anna & Sebastiano" sie als Sous-Chefin fungierte. Im Jahr 2000 eröffnete sie ihr eigenes Restaurant "Poletto", worin sie sich nur zwei Jahre später ihren ersten Stern im Guide Michelin verdiente. Zehn Jahre verwöhnte sie darin die Gaumen der Gäste, danach wurde die Immobilie verkauft und sie erhielt nur wenige Meter entfernt ein neues Domizil. Mit dem neuen Laden erwachte auch eine neue Ära. Sie verwirklichte ihren Traum vom Feinkostladen mit angeschlossenem Restaurant in der Eppendorfer Landstraße 80 in Hamburg, das sie am 1. Juni 2011 eröffnete.
    Cornelia Poletto hat sich durch ihre sechs Bücher und diversen Fernsehauftritten einen Namen gemacht. Privat freut sie sich, mit ihrer Tochter zu reiten oder mit ihren zwei Hunden zu joggen. Ansonsten steht sie für ihr Leben gern am Herd und kreiert die verschiedensten Gaumenfreuden.

  • Willkommen daheim mit Trommelwirbel

    Es kommt mir vor, als läge ein ganzes Jahr dazwischen, doch waren es lediglich nur zweieinhalb Wochen. Zweieinhalb Wochen ohne Trommeln. Ohne Termine. Ich habe es irgendwie genossen, mich aufs Lesen, aufs Genesen und viele andere Dinge konzentriert. Doch als gestern die ersten Schlägel die Surdos berührten, fuhr ein wohliger Schauer durch meine Glieder. Aufgeregt und nervös zugleich verfolgte ich den Funk und all die anderen Grooves. Nein, ich selbst spielte dieses Mal nicht mit. Ich übernahm den Presseteil und war stolz dazuzugehören. Am Tag der offenen Trommel.

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    Auf der Modenschau stellten die "Las Estrellas" zu moderner Musik ihre zum größten Teil selbst geschneiderte, bunte Kleidung vor. Sie selbst organisierten diesen besonderen Teil und präsentierten stellenweise sehr professionell ihre verschiedenen glitzernden Outfits.

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    Selbstverständlich wird an einem Tag der offenen Tür auch getrommelt. Martina de Wolff zeigte sich in ihrer gewohnten mitreißenden Form. Sie pfiff, zeigte die Breaks und trommelte aus vollstem Herzen. Es klang wie immer so klasse und begeisterte alle anwesenden Sambafans. Selbst die anwesenden vom "Samba la Moor" klinkten sich am Rande mit ein.

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    (Sorry: Dieses Bild möchte heute nicht gedreht werden. Dann nehmen wir das mal so hin!) Für das leibliche Wohl sorgten einige Mütter, die wirklich leckere Köstlichkeiten mitgebracht haben: Popcorn, Samba-Muffins, Samba-Lollis, verschiedene Getränke und vieles andere mehr.

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    Zum Abschluss konnte jedes Instrument ausprobiert werden. Teilweise klang es, als würden wir uns am Lagerfeuer der Indianer befinden. Ja, bei uns fehlte tatsächlich nur das Lagerfeuer. Traumhaft schön. Wäre vielleicht mal eine gute Idee, es nächstes Mal für draußen zu organisieren. ;) Percussion inmitten von Pennigbüttel. Das Feuer wiegt im Winde, knackt und verjagt mit all seinen Rauchschwaden die bösen Geister. Dann der erste Surdoschlag. Im Vierertakt tanzt der Hugo. Die Timba, die Caixa, die Glocken und die Tamborims stimmen mit ein. Der Sambastamm bringt all die besuchenden Beine in Wallung. Niemand kann jetzt noch still sitzen.

    Ach ja, die Fantasie geht mit mir durch. Macht nichts! Es war gestern wieder ein wunderschöner Moment.
    In diesem Sinne
    Sandra

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